Wirtschaftlichkeitsbericht

Übersetzung des vorläufigen Erfahrungs‐ und Wirtschaftlichkeitsberichtes des Pflegeheims Åbrinken in Viborg Dänemark.

Zeitraum bisher von Januar 2011 bis August 2011.

Durchgeführt in einem Innovationsprojekt für drei Kommunen mit dem Ziel innovative Hilfsmittel zur Erleichterung der Pflege auf ihren Nutzen zu prüfen und für die Beschaffung zu bewerten.

Das Pflegeheim Åbrinken hat drei verschiedene Abteilungen. Eine mit 8 gehirngeschädigten Bewohnern, eine mit 16 Wohnungen für Körperbehinderte und eine Abteilung mit 11 geriatrischen Patienten.

Erfahrungen mit dem ROTOCARE®:

Der ROTOCARE® wird für einen 72 jährigen blinden Bewohner genutzt. Er kann noch stehen und ein wenig gehen. Er wiegt 100 kg und hat eine sehr starre kontrakte Körperhaltung. Er verbringt deswegen viele Ruhestunden im Bett und muss zur Mobilisierung täglich 4x in und aus dem Bett.

Arbeitszeit:
Bei Nutzung eines normalen Pflegebetts benötigt man bis zu drei Pflegekräfte um den Bewohner zu mobilisieren. Man braucht deshalb drei Pflegekräfte weil er unter anderem oft zusammengekrümmt und sehr kontrakt ist. Der Mobilisierungsprozess kann nur dann stattfinden wenn alle drei Pflegekräfte zur Verfügung stehen.

Zu jeder Mobilisierung muss die zuständige Pflegekraft zuerst die anderen beiden benötigten Pflegekräfte organisieren. Dies bedeutet viel verlorene Zeit für alle Beteiligten, auch Wartezeit für den Bewohner. Innerhalb dieser Wartezeit könnte die Pflegekraft die Mobilisierung schon ausgeführt haben. Die anderen beiden Pflegekräfte verlieren diese Zeit für ihre zu betreuenden Bewohner und werden in ihrem Arbeitsablauf gestört.

Mit dem ROTOCARE® hat sich gezeigt, dass man nur eine Pflegekraft benötigt. Dadurch wird natürlich viel Arbeitszeit gewonnen. Der Zeitverbrauch wird so von 200 Min/Tag auf 40 Min/Tag reduziert.

Das sind 160 gewonnene Minuten pro Tag.

Der Bewohner:
Der 72 jährige sagt, dass er mit dem Bett sehr zufrieden ist und das Aufstehen für ihn ganz einfach geht wenn er aus oder in das Bett gehen soll. Er habe ein sehr gutes Gefühl beim Aufstehen, weil die Pflegekräfte mehr auf ihn achten und sich nicht währenddessen über seinen Kopf hinweg unterhalten. Die Pflegekräfte berichten auch, dass sie ein völlig neues positives Verhältnis zum Bewohner haben, denn es gibt in der Situation nur ihn.

Sie nennen die Zeit die sie so bei dem Bewohner verbringen Qualitätszeit.

Arbeitsumfeld:
Beim ROTOCARE® im Vergleich zu Standard Betten spüren die Pflegekräfte eine wesentlich geringere physische Belastung und weniger Schmerzen beim Heben. Insbesondere eine geringere Belastung in Schulter, Nacken, Rücken und LWS‐Bereich.

Als der ROTOCARE® einmal für 3 Tage von dem 72 jährigen Bewohner weggenommen wurde hat sich der Nachtdienst über Schmerzen im Rücken und Schultern beklagt, weil er den Bewohner alleine heben und lagern musste, da er den ROTOCARE® nicht mehr zur Verfügung hatte.

Eine andere Pflegekraft die letztes Jahr eine Knieendoprothese erhalten hatte teilte mit, als sie wieder arbeitete, dass man mit dem neuen Hilfsmittel länger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und nicht vorzeitig in Frührente gehen oder umgeschult werden muss.

Dies ist natürlich auch für die Heimleitung von großer Bedeutung, weil es weniger Krankheitsfälle wegen Überlastung gibt und die Berufserkrankungen rückgängig sind.

Erfahrungen mit dem ROTOFLEX®

Der vollautomatische ROTOFLEX® steht bei einer 89 jährigen Frau, die wegen einer starken Skoliose sehr große Schwierigkeiten hat richtig stehen zu können. Man benutzt bei ihr einen Stehlift, trotzdem benötigt man bei ihr zwei Pflegekräfte, weil es für sie wie für die Mitarbeiter zu belastend ist. Sie wird 4x täglich mobilisiert.

Arbeitszeit:
Bei einem gewöhnlichen Pflegebett braucht man 2 Pflegekräfte zum Beziehen Lagern und Mobilisieren. Bei dem ROTOFLEX® kann das nun eine Pflegekraft alleine. Weil die Bewohnerin zum Aufstehen und Transfer einen Stehlift benötigt sind zum Stabilisieren noch zwei Pflegekräfte notwendig. Die Arbeitszeit wird um ca. 5 Min pro Mal reduziert, d.h. 4x täglich, also ergibt sich eine Arbeitszeitersparnis von ca. 20 Min. täglich.

Der Bewohner:
Die 89 jährige ist sehr zufrieden mit dem Bett, weil sie sich bei dem Handling sicherer und entlastet fühlt, weil sie beim Aufrichten und Drehen sicher sitzt und weil keiner an ihr schiebt und zieht.

Arbeitsumfeld:
Das Arbeitsumfeld hat für die Pflegekräfte einen hohen Stellenwert, weil die Belastung der Pflegekräfte viel geringer geworden ist. D.h. Rücken, LWS, Arme und Schultern werden nicht mehr überlastet. Die Pflegekräfte klagen nicht mehr über Schmerzen und der Arbeitsablauf ist sehr erleichtert worden.

Die Pflegekraft kann das Bett drehen und hat nicht mehr die Belastung beim Aufrichten, an die Bettkante setzen und Aufstellen der Bewohnerin wie früher.

Auch das Anziehen der Bewohnerin, z.B. der Strümpfe, ist erleichtert weil der Mitarbeiter ergonomischer arbeiten kann.

Die Heimleitung votiert, dass man mit dem ROTOFLEX® und anderen Hilfsmitteln den Mitarbeitern ein viel besseres Arbeitsumfeld schaffen kann, und dass das Pflegeheim zur Wahrung der Pflegequalität 10 ROTOFLEX® bzw. ROTOCARE® benötigt.

Vergleich der benötigten Arbeitszeit und der Anzahl notwendiger Pflegekräfte zum Mobilisieren eines Patienten in einem herkömmlichen Pflegebett und in einem RotoCare Pflegebett.

89-Jähriger Patient des Pflegeheims Åbrinken bei Viborg in Dänemark:
Mit Standard PflegebettMit RotoCare
Uhrzeit Vorgang notwendige Pflegekräfte Zeit in Min. incl. Wartezeit Uhrzeit Vorgang notwendige Pflegekräfte Zeit in Min. incl. Wartezeit
09:00 morgens aufstehen 3 30 09:00 morgens aufstehen 1 5
10:30 zu Bett Ruhepause 2 20 10:30 zu Bett Ruhepause 1 5
11:00 Aufstehen nach Ruhepause 3 30 11:00 Aufstehen nach Ruhepause 1 5
12:30 zu Bett Mittagsruhe 2 20 12:30 zu Bett Mittagsruhe 1 5
14:30 Aufstehen nach Mittagsruhe 3 30 14:30 Aufstehen nach Mittagsruhe 1 5
16:00 zu Bett Ruhepause 2 20 16:00 zu Bett Ruhepause 1 5
17:30 Aufstehen nach Ruhepause 3 30 17:30 Aufstehen nach Ruhepause 1 5
21:00 zu Bett Nachtruhe 2 20 21:00 zu Bett Nachtruhe 1 5
    Summe 200     Summe 40

Notwendige Mobilisierung 4 x täglich. Vergleichszeitraum Januar 2011 bis August 2011

Der tägliche Zeitgewinn durch den Einsatz des RotoCare beträgt 160 Minuten